Schottland Ben Lomond

Schottland – Ben Lomond

Ein Berg, 974m, ein großes Auto und sechs Physiker aus drei Nationen.

Nachdem wir drei Tage Vorträge hören mussten durften, flüchteten wir in den Norden zum Loch Lomond.

Wir wollten den Munro besteigen. Munro, so werden schottische Berge genannt, die höher als ~914m sind. Ben Lomond ist also eher einer der kleinen Munros; für uns aber hoch genug.

Morgens war es eher kühl, bewölkt und viel Feuchtigkeit lag in der Luft. Wir zogen uns alle in mehreren Schichten an; denn wir wussten, dass dieser Tag anstrengend wird. Die Rucksäcke voll mit Kameras, Getränken und Mittagssnack machten wir uns mit unserem Minivan auf zum Ben Lomond. Den Anfang fand ich ehrlich gesagt am schwierigsten und ich fragte mich mehrfach, warum ich mir das denn immer wieder antue. Nach einiger Zeit jedoch hat sich der Körper wohl damit abgefunden und ich konnte den Ausblick genießen. Je höher wir kamen, desto weniger sahen wir das Tal, da der Nebel immer dichter wurde. Das waren genau die Wetterbedingungen, die ich für Bilder am besten fand. Die Luftfeuchtigkeit führte dazu, dass unsere Haare nass wurden und wir einfach nur nassgeschwitzt aussahen.

Und dann waren wir im Schnee. Mitten im April, als in Deutschland das Wetter gerade frühlingshaft und warm wurde. Während sich jeder hier freute, dass man nun ohne Jacke aus dem Haus gehen kann, standen wir mit Fleecejacke und Mütze mitten im Schnee. Der Schnee, der immer tiefer und mehr wurde, je höher wir kamen. Der Nebel tat sein übriges und wir standen inmitten von Weiß, wussten kaum, wo links und rechts ist.

Bis zum Gipfel kamen wir leider nicht. Nachdem wir eine junge Frau sahen, die von ihren Freunden den Berg runtergetragen wurde, weil sie sich ihren Knöchel verstauchte, hatten wir genug Respekt vor dem matschigen Schnee in der Nähe des Gipfels. Ein paar von uns wagten sich noch ein wenig höher, doch sie sagten selbst, wie rutschig und gefährlich das war.

Wir haben den Munro nicht komplett bestiegen und doch waren alle Unsportlichen unter uns stolz darauf, was wir an dem Tag geschafft haben. Zeit, zurück ins Hotel zu gehen und gemeinsam mit einem Hobgoblin auf den Tag anzustoßen.

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    Man sieht kaum noch woher wir kamen, der Nebel verdichtet sich
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    Frühling im Tal und Winter auf dem Berg
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    Der Nebel wurde immer dichter und als wir im Schnee ankamen, entschieden wir uns umzukehren.
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    @goatsandstuff
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    Wir sind unten. Wir haben es geschafft.
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2 Kommentare zu “Schottland – Ben Lomond

  1. Sehr schöne Eindrücke!

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