Vom Hier und Jetzt

mal wieder ein Vorsatz, mehr zu bloggen

Wie oft habe ich nun diesen Beitrag angefangen zu schreiben und doch wieder alles gelöscht? Strg + A und Entf. So einfach geht das in der digitalen Welt, sodass man oftmals mehr löscht, als man veröffentlicht. Ich will nicht urteilen, ob dies gut oder schlecht ist. Fakt ist, dass ich dies hier alles nur zu meinem eigenen Spaß mache. Ich mache das nicht für euch, nicht für meinen Geldbeutel (der bekommt davon überhaupt nichts mit, außer die ein oder andere Ausgabe) oder für sonst irgendwas. Alles, was in diesem Blog geschieht, ist ganz allein für mich, weil es mein Hobby ist. Und wenn es jemand liest? Sehr gerne! Deswegen achte ich auch auf Rechtschreibung und Grammatik. Wirklich.

Ich habe mir sehr oft vorgenommen, mehr zu bloggen. Und doch bin ich immer wieder daran gescheitert, weil ich mir dachte:

«Was hast du überhaupt zu zeigen?»

Nun, das führte dazu, dass jeder Beitrag ein Mindestmaß an Bildern und Text haben musste. Nur zwei Sätze? Nääh, das geht nicht raus. Kein tolles Bild? Wen interessiert das?

Heute ist der Tag, an dem das zweite Halbjahr 2018 anfängt. Jup, es ist wirklich schon wieder Halbzeit und man sollte sich bereits um die Termine für Weihnachtsfeiern kümmern. In dem halben Jahr habe ich es nur geschafft, 10 Beiträge zu schreiben – ungefährt einen alle 2-3 Wochen. Ein Blog ist durchaus wie eine Pflanze, denn wenn man ihn vernachlässigt, stirbt auch er. Ich habe schon viele Plattformen ausprobiert, doch eines ist immer geblieben: Der eigene kleine Platz im www, an dem man tun und lassen kann, was man will. Der Hafen, zu dem man immer wieder zurückkehrt, wenn die nächste Trendplattform nervig geworden ist.

«Was gestern noch frisch war, ist heute schon verwelkt.»

Das passt sowohl auf die Blumen, als auch auf all den Inhalt des Internets. Ja natürlich, es heißt auch, dass das Internet nie vergisst; aber es ist so schnelllebig, so überfüllt; und so vergesslich gleichermaßen.

Sollte uns das davon abhalten, etwas zu zeigen? Quatsch, sage ich. Und so lange es nur einen kleinen Zweck erfüllt; sei es meine eigene Beschäftigung, oder gar, dass es jemandem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, oder zum Denken anregt; selbst dann ist es bereits mehr Wert, als so vieles andere, was in den weiten Welten des Internets umherschwirrt.

Und falls jemand bis hierher gekommen ist:
Danke für’s Lesen.

3 Kommentare zu “Vom Hier und Jetzt

  1. Zwanzig. Bei mir sind es zwanzig. Aber die Mehrheit davon sind Beiwerk zu einem Bild oder gleich ein Bild ohne Beiwerk…

    So ein Blog ist ein Zwitter. Dass Du ihn nicht für uns sondern für Dich führst, ist eine harte aber sicherlich nicht nur für Dich zutreffende Analyse. Und gleichzeitig ist es ja schön, zu ahnen, dass man seine Selbstgespräche nicht im stillen Kämmerlein führt. Es sind gar keine Selbstgespräche sondern eher Gesprächsangebote an die Hand voll Leuten, die man so kennt um Netzund immer mal an eine neue Stimme.

    Von der Zimmerpflanzen unterscheidet sich ein Blog dadurch, dass er auch nach langer Zeit wieder sehr grün werden kann ;-)

    BisBald wieder : Stefan

    • Hallo Stefan,
      volle Zustimmung! Wollte ich Selbstgespräche führen, dann würde ich es wirklich nicht veröffentlichen :)

      Viele Grüße

  2. So ein Blog ist ja auch immer ein wenig Therapie.
    Vieles was man sorgfältig zu „Papier“ bringt, macht einem selbst die Dinge wieder ein wenig klarer. Und so ganz alleine ist man nie.

    Lg,
    Werner

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