Abenteuer Schottland – Edinburgh & Inverness

Unser kleines Abenteuer begann Anfang Oktober am Frankfurter Flughafen. Koffer hatten wir keine, nur sehr große Trekkingrucksäcke und unser Handgepäck. Mein Rucksack wog ziemlich genau 9,5kg – gut gepackt kann man dieses Gewicht auch untrainiert eine Weile auf dem Rücken tragen. Ob ich nervös war? Ja, schon ein wenig! Da fährt man in den Urlaub für 16 Tage, hat aber nur Klamotten für ungefähr eine Woche dabei. So standen wir nun am Flughafen und warteten auf unseren Flug nach Edinburgh. Das kleine Abenteuer kann beginnen.

Edinburgh war wirklich – schottisch. Der Ausblick aus dem regennassen Busfenster lies diese typischen Häuser erahnen, das dunkle Mauerwerk und die charakteristischen Dächer. Bushaltestellen wurden nicht durchgesagt, daher war ich auf mein Handy inkl. GPS angewiesen – hier hatte ich eine Karte mit eingezeichneten Haltestellen. Wie ich im Urlaub bemerken durfte, sind Offline-Karten und ein GPS-fähiges Handy richtig gold wert – besonders, wenn man eine Toilette sucht 😀 ! Schottland begrüßte uns also typisch nass.

Abgesehen von einem indischen Abendessen haben wir bei unserem ersten Aufenthalt in Edinburgh nicht viel erlebt. Am nächsten Tag hatte ich jedoch mein erstes schottisches Frühstück: Schön deftig mit Bohnen, Speck, Ei, Tomate, Würstchen, Hash Browns und einer transparent-braunen Brühe, die anscheinend Kaffee sein sollte. Vom Essen selbst war ich ziemlich begeistert! Ich bin zwar kein warmes Frühstück gewohnt, doch damit bekommt man schon ziemlich viel Energie für den Tag und wird richtig wach. Das schottische Wetter begleitete uns noch durch den Vormittag, doch während der langen Busfahrt klarte es auf und brachte uns wärmenden Sonnenschein.

Der nächste Halt war dann schon Inverness. Wie der Name sagt, liegt diese Stadt am River Ness, welcher aus – ihr könnt es erraten – dem Loch Ness kommt und in das Meer fließt. An diesem Abend entdeckten wir die kleinen Ness-Inseln, welche mit Brücken miteinander verbunden waren. Es war kalt, doch wunderschön. Wir sind noch im Sonnenschein losgegangen und kehrten in der Abenddämmerung in das kleine Städtchen zurück. Von Hunger getrieben irrten wir durch die Gassen und fanden schließlich einen Pub, in dem wir Burger aßen. Sie waren nicht schlecht, doch wussten wir an diesem Punkt noch nicht, dass wir in den nächsten zwei Wochen noch viel bessere essen sollten.

Loch Ness. Man kann einfach nicht in der Nähe davon gewesen sein, ohne es zu sehen! Nun, abgesehen vom „Ansehen“ haben wir da auch nicht viel gemacht. Das Urquhart Castle hätte ein Eintritt gekostet, den wir uns gespart haben. Und ihr könnt ja mal versuchen, den Namen „Urquhart“ auszusprechen – es wird nicht so klingen, wie es klingen soll. Es ist gälisch und wird in etwa „Örchket“, mit einem sehr kehligen Laut ausgesprochen. Wir haben es auch nach mehrmaligem Hören & Probieren immer noch nicht richtig hinbekommen! 😀

Statt einer Wanderung durch das Schloss wanderten wir auf den kleinen Berg genau daneben. An Schafen vorbei (siehe Titelbild), durch einen düsteren Wald hindurch und letztendlich ein schöner Anblick über das Tal. Doch unser Favorit war das süße Pony, bei dem wir ein paar Minuten Rast machten 🙂 .

Zum ersten Mal in diesem Urlaub besuchen wir Feen. Spoiler: Fast überall in Schottland gibt es Feen! In diesem Fearie Glen in Rosemarkie (Black Isle) befinden sich zwei kleine Wasserfälle, die es zu finden galt. Auf dem Weg begegneten wir Einheimischen, die uns ermunterten, weiterzugehen. Wir hatten nichts anderes vor! Wasserfälle können mich immer begeistern 🙂 . Und nach nur weiteren 20min Fußweg zurück gelangten wir auch schon wieder an die Meeresküste.

Da wir halb durchfroren waren, wärmten wir uns in einem kleinen Café am Strand mit einem heißen Kakao auf. Wir konnten das Meer beobachteten, wie es vom Wind aufgebauscht wurde und wollten eigentlich gar nicht mehr hier weg. Doch der Weg führte uns zum Chanonry Lighthouse, welches auf der Landzunge zwischen Rosemarkie und Fortrose liegt. Der Wind wurde immer stärker, bis es wirklich unangenehm wurde. Also begaben wir uns in den nächsten Ort, Fortrose. Dort fanden wir eine alte Kathedrale vor, von der schon die Hälfte fehlte. Nach einem langen Tag voller Feen, Wasserfälle, Kakao, Meer & einer Kathedrale fuhren wir zurück nach Inverness, um ein letztes Mal in unserem B&B zu übernachten. Denn am nächsten Tag soll uns der Weg schon zur Isle of Skye führen.

Vielleicht fragt ihr euch, welche Kamera in den Urlaub durfte – nur die kleine Sony RX100 und eine analoge Golden Half Kamera. Die analogen Bilder müssen noch eingescannt werden, die kommen dann ein anderes Mal 🙂

  1. Der Urlaub hört sich wirklich super an! Nach Schottland möchte ich unbedingt auch mal, die Landschaft ist dort einfach atemberaubend!
    Aber mal eine Frage: Würdest du sagen, es lohnt sich, sich die Sony RX100 als Reisekamera anzuschaffen? Ich fliege im Sommer für einen Monat nach Kanada und bin im Moment auf der Suche nach einer, weil ich meine Spiegelreflex nicht mitnehmen möchte. im RAW-Format zu fotografieren wäre halt echt toll, aber irgendwie schreckt mich der Preis ab :/

    • Hallo Mara,
      Für mich hat sich die Sony definitiv gelohnt! Der Preis ist natürlich nicht gering, das stimmt. Allerdings hat sie sich bei mir schon auf drei Reisen bewährt und meinen Rücken gerettet 🙂
      Vielleicht bekommst du ja eine gebrauchte RX100, die du – falls es nichts sein sollte – mit wenig Verlust wieder verkaufen kannst.
      Liebe Grüße,
      Jennifer

  2. Hach, Schottland… Da muss man ins Schwärmen kommen!!! Wundervolle Reiseeindrücke… vor allem die Wasserfallbilder und die Bilder rund um das Pony haben es mir angetan! Mein letzter Trip dorthin ist schon viiieeel zu lange her. Gut das für dieses Jahr noch nichts geplant ist, wer weiß, vielleicht kann ich Bilder in der Art auch bald mal wieder zeigen 😉
    VG Markus

    • Hallo Markus,
      danke 🙂 ein paar Bilder folgen noch 😉 Vor allem von Isle of Skye, wo ich die meisten Bilder gemacht habe. Ja, bring Bilder mit! Mein Plan ist es, irgendwann zu jeder Zeit mal in Schottland gewesen zu sein.
      Grüße, Jennifer

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