Rezepte und Fotos: Pralinen

(Fast) jedes Jahr zu Weihnachten verwandel ich das Zuhause in ein kleines Schlachtfeld. Schokolade wird geschmolzen, Hände verkleben mit Marzipan und jede freie Schüssel wird gebraucht. Letztes Wochenende war es wieder soweit und ich zeige euch drei einfache Rezepte. Noch eine Kleinigkeit zu Weihnachten? Diese hier gehen ganz schnell.

Whisky-Pralinen

Mein erster Versuch mit diesen Pralinen. Lohnt sich eigentlich nur, wenn man eh Whisky daheim hat. In meinem Versuch habe ich nur 5EL Whisky benutzt, was meiner Meinung nach zu wenig war. Hier darf man ruhig ein wenig mehr nehmen, sodass man ihn besser herausschmeckt. Sehr schokoladig und reichhaltig, viel kann man davon nicht essen. Braucht man auch nicht

Zutaten

  • 400g dunkle Schokolade
  • 2 EL Butter
  • 5 EL Sahne
  • 2 EL Puderzucker
  • (mehr als) 5 EL Whisky
  • Prise Saz
  • Kakao zum Wälzen

Zubereitung

Während man die Schokolade in einem Wasserbad (ich bevorzuge ein „Dampfbad“, in dem ich das Wasser im Topf wirklich nur 1-2cm hoch einfülle) schmilzt, kocht man Butter und Sahne in einem anderen Topf auf. Danach wird alles gemeinsam mit einem Schneebesen zu einer sogenannten „Ganache“ vermischt, wobei man auch noch den Puderzucker und die Prise Salz einrührt. Wenn es nicht mehr zu heiß ist, kommt der Whisky dazu. Danach habe ich diese cremige Masse in einer mit Klarsichtfolie ausgelegten Auflaufform eingefüllt und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Am nächsten Tag kann man diesen Teig in kleine Würfel schneiden, zwischen den Händen leicht anwärmen und in Kakao wälzen. Das ist eine kleine Sauerei, lohnt sich jedoch
Nachdem die Pralinen im Kühlschrank wieder fest geworden sind, kann man sie verschenken. Vielleicht mit einem Whisky dazu?

Whiskypralinen mit dunkler Schokolade und Glendronach auf Schieferplatte

Marzipan-Feige

Pralinen müssen für mich gar nicht pappsüß sein. Diese hier haben nur eine dezente Süße – wer es mehr mag, kann einfach noch 1-2EL Puderzucker hinzufügen. Oder wie wäre es mit ein wenig Alkohol? Mir schmecken sie aber auch so, wie sie sind. Ergibt ca. 40-50 Stück.

Zutaten

  • 200g Marzipan
  • 150g getrocknete Feigen
  • 100-150g dunkle Schokolade
  • ein wenig weiße Schokolade

Zubereitung

Die Feigen werden in kleine Stückchen geschnitten – wer eine Küchenmaschine hat, darf sie auch ganz einfach dort zerkleinern. Die Feigenmasse wird danach mit dem Marzipan zu einer mehr oder wenig gleichmäßigen Masse verknetet. Direkt im Anschluss kann man daraus kleine Kugeln formen. Wieder schmelzen wir Schokolade in einem Wasser/Dampfbad und tauchen die Pralinen darin ein. Mit zwei Gabeln kann man die Pralinen balancieren, um die überschüssige Schokolade abtropfen zu lassen. Dann einfach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech/Tablett ablegen. Bitte nicht in den Kühlschrank stellen, sondern bei Zimmertemperatur hart werden lassen. Wenn die Schokolade fest ist, kann man mit ein wenig geschmolzener, weißer Schokolade Streifen auf die Pralinen machen. Entweder nutzt man hier eine Gabel, die man wild über den Pralinen hin- und herwedelt (Achtung, Schokolade überall!), oder man füllt sie in einen Beutel und schneidet unten ein kleines Loch hinein.

Marzipan-Feige-Pralinen mit Zartbitterschokolade und Streifen aus weißer Schokolade

Marzipan-Walnuss mit Aprikose

Ähnlich wie Marzipan-Feige passen auch Marzipan und Aprikose zusammen. Fruchtig nussig und mit Vollmich, anstatt Zartbitterschokolade. Ebenso wie bei Marzipan-Feige kann man nach Belieben Puderzucker oder Alkohol hinzufügen. Ergibt ca. 40-50 Stück.

Zutaten

  • 200g Marzipan
  • 150g getrocknete Aprikose
  • 100-150g Vollmilchchokolade
  • Walnüsse

Zubereitung

Genau wie bei Marzipan-Feige werden die Aprikosen in kleine Stückchen geschnitten und mit Marzipan verknetet. Die Kugeln werden jedoch ein wenig flach gedrückt, bevor sie in die Vollmilchschokolade getunkt werden. Bevor die Schokolade kalt wird, legen wir ein paar Stückchen Walnuss darauf. Bei Zimmertemperatur hart werden lassen, fertig!

Marzipan-Walnuss-Pralinen mit Aprikosen und Vollmilchschokolade

Fotografie und Bearbeitung

Die Bilder habe ich entweder mit meinem 35mm/1.4 oder meinem 56mm/1.2 + Zwischenring gemacht.
Die Bearbeitung für die Whisky-Pralinen und Marzipan-Feige habe ich mit dem Preset „Kastanie“ angefangen – vielleicht hätte ich es lieber Schokolade nennen sollen? Jedenfalls bin ich selbst überrascht, wie wunderbar es die Schokolade betont. Nur kleine Änderungen an der Belichtung, Tiefen & Lichtern war nötig. Marzipan-Walnuss wurde mit „Fernweh“ bearbeitet, hier musste ich nur leicht den Farbton der Schokolade korrigieren, sodass es mir gefallen hat.

Das Lichtsetup war jedes Mal das Gleiche: ein Dauerlicht in einer 60cm Octabox von links. Bei den Marzipan-Pralinen habe ich einen selbstbemalten Karton als Hintergrund genutzt, bei den Whisky-Pralinen einfach nichts. Aufgrund der restlichen Dunkelheit im Raum und dem dunklen Holztisch hatte ich somit einen schwarzen Hintergrund. Bis auf ein Bild, in dem die Lampe des Terrariums in der Unschärfe zu sehen ist – nicht geplant und spontan für gut befunden.

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