Hallo Vietnam – Phú Quốc

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Unser nächster Halt ist Phú Quốc, eine Urlaubsinsel in Vietnam. Wir wollten für ein paar Tage ausspannen, am Meer gammeln und die Seele baumeln lassen. Nun, so ganz gammelig wurden diese drei Tage nicht, aber erst einmal von vorne. Nach einer kurzen Nacht in Rạch Giá kommen wir zur Fähre, die uns auf die Insel bringen soll. Allein das Anstellen für die Tickets ist ein Erlebnis, da man sich einfach vordrängeln muss. Ordentlich anstellen? Nicht mit den Vietnamesen. Auch wenn es noch so voll aussieht, man muss sich einfach mit den Ellenbogen nach vorne kämpfen und seinen Pass + Gutschein über die Theke schieben. Am besten noch mit einem netten xin chào auf sich aufmerksam machen und darauf hoffen, dass man bald das Ticket erhält. Phú Quốc selbst ist wunderschön. Natürlich werden hier Resorts neben Resorts gebaut, doch noch kann man ein wenig die Insel genießen. Viele, viele Geckos! An nahezu jeder Lampe findet man abends einen Gecko oder gleich mehrere. Oder auch, wie Baby Geckos gemacht werden… *hust*. Trotz der vielen Geckos sind hier immer noch viele Moskitos, die uns auffressen wollen.




Am nächsten Tag haben wir uns nach einem ausgiebigem Frühstück in einem kleinen Laden zwei Roller ausgeliehen, um die Insel zu erkunden. Wir waren zu dritt unterwegs, also habe ich faulerweise die Position des Beifahrers übernommen . Wir besuchten die Wasserfälle, bei denen die Vietnamesen Karaoke sungen und viel Bier dazu tranken. Im Ham Ninh Fischerdorf machte sich jedoch die Mittagshitze bemerkbar und die Tatsache, dass wir bisher nur wenig Zeit im Schatten verbracht haben. Also zurück ins Hotel
Dort habe ich erst einmal einen Gecko im Haar gehabt und danach noch einen Tintenfisch im Wasser erschreckt. Ich weiß nicht, wer hier mehr erschrocken ist – ich oder die Tiere?
Abends besuchten wir noch den Night Market in Duong Dong – definitiv den schönsten auf dieser Reise.





Kommen wir nun zum Tag unserer Schlammschlacht. Bisher war das Wetter gütig zu uns – zu gütig. War ja klar, dass wir irgendwann auch Regen erwischen. Während wir mit unseren Rollern unterwegs waren, kurz hinter der Hauptstadt der Insel, fing es an zu regnen. Und wenn ich sage „Regen“, dann nicht so etwas, wie wir es von hier gewohnt sind. Innerhalb weniger Sekunden waren wir bis auf die Unterhose hin durchnässt. Wir flüchteten in ein kleines Cafe, in welchem niemand englisch sprach. Aber das ist egal, da wir eh nur Eiskaffee wollten; und dies zu bestellen, lernte ich relativ schnell. Cà phê sữa đá – gesüßter, kalter Kaffee. Ohne die Eiswürfel schmeckt es einfach nur unglaublich süß und stark, doch man muss natürlich ein wenig abwarten, bis ein paar Eiswürfel geschmolzen sind. Nicht zu vergleichen mit den Eiskaffees, die man hier bekommt und welche eigentlich nur nach Vanilleeis schmecken. (Nicht, dass ich etwas gegen Vanilleeis hätte – aber dort hat der Eiskaffee wenigstens auch richtig nach Kaffee geschmeckt!) Während es also wie aus Kübeln schüttete, genossen wir unsere Eiskaffees und warteten auf ein Ende des Regens. Den Vietnamesen war der Regen egal, sie zogen ihre Capes über und fuhren mit Roller & Fahrrad davon. Irgendwann musste es ja weniger werden und wir konnten unsere Tour fortsetzen. An diesem Tag hat es insgesamt drei mal geregnet – und immer wieder wurden wir zwischendurch von der Sonne getrocknet. Was leider nicht so sehr trocknete, waren die Straßen; zumindest die sandigen Nebenstraßen wurden zur reinsten Schlammschlacht. Roller fahren ist leicht, doch im Schlamm mit riesigen Schlaglöchern, die von Pfützen oftmals verdeckt werden, nicht so sehr. Aus der gemütlichen Rollertour wurde das reinste Abenteuer. Wir waren nass, dreckig, verschwitzt und das nicht enden wollende Geholper setzte auch dem Hinterteil zu. Nichtsdestotrotz würde ich diese Tour jedes Mal wieder machen. Besser, als im Hotel zu gammeln!



Letzter Tag. Früh aufstehen, es geht weiter! Noch einmal kurz ins Meer springen, dann schnell packen. Tschüss, Phú Quốc!



Im November & Dezember 2016 sind wir drei Wochen lang durch Vietnam gereist. Was ich dabei so erlebt und fotografiert habe, bekommt ihr hier in mehreren Beiträgen zu sehen.

In Kategorie: Reiselust

Über den Autor

Mein Name ist Jennifer und dies ist meine kleine Seite. Ihr findet hier Bilder, die mir ans Herz gewachsen sind und ihre Geschichten dazu. Die Fotografie begleitet mich seit 2008 und ich mag sie nicht mehr missen.

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