Food-Fotografie für Anfänger: Zubehör aus dem Haushalt

Ich bin kein Anfänger der Fotografie, doch durchaus in der Food-Fotografie. In diesem Adventskalender werde ich euch meine ersten Versuche zeigen und in mehreren Beiträgen beschreiben, welche Schlüsse ich daraus gezogen habe.

Seit wann beginnt man eine Beitragsreihe mit dem Zubehör? Ganz einfach, weil ich mir darüber die meisten Gedanken mache. Ja, man kann einen Muffin auf einer weißen Platte fotografieren. Man kann ihn auch in seiner artgerechten Umgebung ablichten und dafür brauchen wir ein wenig Zubehör. Wenn ich mir die Fotos von sogenannten „Foodbloggern“ so anschaue, dann haben die immer wunderschöne, alte Holztische. Große Steinplatten. Omis altes Backblech. Und so weiter – ich denke einige wissen, was ich meine. Ich könnte nun weit umherstreifen und so viel Deko kaufen, bis mein Geldbeutel leer ist. Ich könnte ein ganzes Zimmer füllen, so viele Ideen habe ich. Aber was soll das? Eine Runde durch die eigene Wohnung können schon einige Dinge hervorbringen.

Mein kurzer Streifzug brachte mir folgendes ein:

  • Drei Stoffe (davon 2 Tischdecken)
  • mehrere Holzbrettchen
  • Kochlöffel aus Holz
  • einfarbiges, mattes Geschirr
  • bunter, auffälliger Teller
  • Topfuntersetzer
  • Nudelholz aus Marmor

Weitere Dinge, die ihr bei euch finden könntet:

  • Weinkiste o.Ä.
  • Backpapier (ok, das hatte ich auch da)
  • Schiefertafel (gibt’s übrigens demnächst bei Aldi 😉 )
  • Schöne Geschirrtücher / Stoffservietten
  • schöne Gläser
  • Messer mit Holzgriff
  • Pflanzen, Äste, Tannenzweige

… und noch so vieles mehr! Lasst eurer Kreativität freien Lauf und schaut Küche und Keller mit anderen Augen an. Versucht zu vergessen, wofür dies und jenes eigentlich gedacht war und überlegt, ob ihr es für eure Bilder nutzen könntet. Bestimmt eignet sich auch euer normales Geschirr für Fotos. Wir haben schlichtes, weißes Geschirr, welches wie üblich glänzt. Wer matte Teller hat, hat hier nochmal einen kleinen Vorteil. Schaut euch die Texturen und Strukturen der Dinge an. Matt oder Glänzend? Viel Struktur oder wenig?

Ein weiteres Zubehör ist Papier! Papier, Tonkarton, Pappe,… alles, was irgendwie etwas größer und farbig ist, hilft. Tapenreste, Ersatzfliesen, Dielenbretter? Passt. Ich habe bei mir eine Packung mit A3-Tonkarton gefunden, welche nun endlich mal benutzt wird. Auch ein größerer A2-Block mit weißem Papier, den ich im gleichen Zuge fand, könnte demnächst von mir bemalt werden.

Außerdem werdet ihr beim Anrichten auch immer noch ein paar spezifische Dinge benutzen können, wie die Zutaten, Gewürze, Nüsse, … alles, was euch so einfällt. Selbst die Eierschalen kann man verwenden, sofern Eier im Teig sind. Was glaubt ihr, warum ich immer zwei Kürbisse daheim haben will? 😉

So, fassen wir zusammen:


Man findet zu Hause mehr, als man denkt.
Naturmateralien sind toll!
Bisschen mehr Zutaten als nötig kaufen, die am nächsten Tag verwertet werden.
Keep it simple.

Dann fangt mal an zu suchen, denn beim nächsten Mal geht es um das Licht!

  1. Danke für den tollen Beitrag.
    Ich arbeite gerade selbst ein kleines Konzept für die Food-Fotos auf meinem Blog aus, da ich einen roten Faden verfolgen will. Hab mir schon überlegt jetzt einiges anzuschaffen. Aber nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, werd ich mich doch lieber erst Zuhause umschauen! Und sind wir doch mal ehrlich: Wenn die alltäglichsten Sachen zweckentfremdet werden, sieht es doch am besten aus. Ich hab letztens ein Bild gesehen auf dem ein Teesieb als Zimtstreuer missbraucht wurde. Einfach perfekt!
    Viele Grüße aus dem Schwabenland,
    Lisa

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