Food-Fotografie für Anfänger: Natürliches Licht

Ich bin kein Anfänger der Fotografie, doch durchaus in der Food-Fotografie. In diesem Adventskalender werde ich euch meine ersten Versuche zeigen und in mehreren Beiträgen beschreiben, welche Schlüsse ich daraus gezogen habe.

Nachdem wir uns mit dem einfachen Zubehör beschäftigt haben, wollen wir nun alles bei geeignetem Licht fotografieren. Da gibt es zwei Kategorien: Natürliches und künstliches Licht. Um Schatten aufzuhellen, bietet sich außerdem noch ein Reflektor oder ein großer, weißer Tonkarton an. Hier kann man auch kreativ sein und ein Stück Pappe mit Alu-/Rettungsfolie bekleben – alles was irgendwie Licht reflektiert, hilft! Heute beschäftigen wir uns mit dem natürlichen Licht:

Natürliches Licht

Es ist einfach, es ist kostenlos und fast immer vorhanden. In vielen Haushalten steht ein Tisch am Fenster, sodass hier schon die besten Konditionen gegeben sind. Ich muss hierfür den Couchtisch vor die Balkontür schieben, aber auch das ist schnell erledigt. Wer einen schönen Holzboden und eine Balkontür hat, kann natürlich auch dies nutzen! Doch aus welcher Richtung soll ich nun fotografieren? Hierbei haben sich zwei Favoriten bei mir herausgestellt:

Licht von der Seite

Kommt das Licht von der Seite, kann man sehr schön die Struktur vom Essen betonen. Während man bei Portraits oftmals ein Licht von vorne einsetzt, so finde ich dies bei Essen viel zu langweilig. Seitenlicht hilft auch bei der Dreidimensionalität des Bildes; Schaut euch einfach mal die beiden Bilder hier an. Während das rechte Bild zwar hell und nett wirkt, so erkennt man beim linken Bild viel besser die Form und Struktur der Walnuss.

Seitenlicht ohne und mit Reflektor

Gegenlicht

Dieses Licht funktioniert sehr gut bei Essen! Fotografiert einfach in Richtung des Fensters oder nur ganz leicht seitlich dazu. Ein Reflektor oder ein weißes Papier helfen, dass das Essen auch von vorne hell und gutaussehend ist. Hier gilt das gleiche Prinzip wie beim Seitenlicht: Oftmals verliert das Motiv durch den Reflektor an Dreidimensionalität, kann aber auch einfach appetitlicher aussehen. Im Zweifel macht ihr zwei Bilder und entscheidet euch später 😉

Gegenlicht ohne und mit Reflektor

Die folgenden Bilder habe ich nachmittags am Fenster gemacht, wobei das Tageslicht schon langsam am schwinden war. Ohne Stativ geht das nicht, doch das Licht ist einfach wunderbar. So weich, dass kein Reflektor nötig ist:

Beide Bilder bei reinem Seitenlicht entstanden. Das Rezept zu diesen leckeren Kürbisplätzchen findet ihr hier.

Wie ihr seht, ist natürliches Licht sehr einfach zu handhaben. Ein Stativ oder eine sichere Ablage für die Kamera helfen euch, auch bei schwindendem Tageslicht scharfe Bilder zu bekommen.
  1. Hallo Jennifer,
    ein wunderbares Thema und vielleicht oder gerade zu der kalten, sollte die noch kommen, Jahreszeit sich mal mit der Art der Fotografie zu beschäftigen.
    Dazu zwei Tipps, vielleicht kennst du die ohnehin schon!?
    Einmal die Webseite von krautkopf und das Buch der Beiden, sehenswert und auch zum nachkochen empfelenswert. http://www.kraut-kopf.de
    Und das ebook food fotografie auf der Seite von Gunther Wegner http://www.gwegner.de
    Schöner Blog Beitrag, ich freu mich schon auf weitere Tipps und Anregungen.

    BG
    Günter

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