Ausblick 2015

Das Jahr ist so gut wie zu Ende und jeder schaut auf das Vergangene. Ja, 2014 war schon ein besonderes Jahr, welches für mich in Hong Kong begann, durch Russland und Schottland führte und mir den Titel einer Diplom-Physikerin einbrachte. Ich probierte mich in verschiedenen Genres der Fotografie und versuchte, ohne Regeln zu fotografieren. Ohne die „typischen“ Regeln und mit dem Versuch, meine eigenen Erfahrungen und Altbewährtes zu ignorieren. Das funktionierte mal besser, mal schlechter. Ich konnte dem GAS (Gear Acquisition Syndrome) nicht widerstehen und doch habe ich mich mehr auf das Fotografieren an sich als auf die Technik konzentriert.

Ich habe begonnen, Klickzahlen bei Facebook und anderen Communities zu ignorieren und meine Aufmerksamkeit wichtigeren Dingen zugewandt – so schätze ich jeden ernstgemeinten Kommentar so viel mehr. Ich habe meinen Input verringert und sehe nur noch die Bilder von Menschen, die ich schätze. Ich habe mich von 500px verabschiedet und bin bei deviantart nur noch wegen meiner Gruppe. Wievielen Fotografen folgt man heutzutage auf wievielen Kanälen? Wahrscheinlich sind es bei vielen Leuten mehrere hundert Fotografen. So muss es ja auch sein, wie kommen sonst diese riesigen Fanzahlen zustande? Kein Wunder, dass wir gar nicht mehr hinterherkommen und sich viele nur noch über geringe Reichweiten beklagen. Das Beklagen nervt übrigens, aber das ist eine andere Sache.

Vieles habe ich hinterfragt, was ich eigentlich will und wohin ich will. Einerseits ist es einfach nur mein Hobby, etwas, was mir Spaß macht. Andererseits kann ich mein Wissen und Können auch für etwas Nützliches einsetzen und hier sollte ich einfach mal meinen Hintern hochbekommen und loslegen.

Jedoch nannte ich diesen Beitrag Ausblick und nicht Rückblick. Ich möchte gar nicht zurückblicken, sondern nach vorne schauen. Meine Selbstportraitprojekte haben mir beide Male geholfen, meinen Weg zu finden – einfach weil ich etwas durchgezogen habe; weil ich nicht aufgeben wollte. Somit folgt hier meine Liste mit fotografischen Vorsätzen für das nächste Jahr:

  • mehr Portraits fotografieren
  • das Besondere in den Alltagsmomenten finden und festhalten
  • den Stil, den ich durch meine Selbstportraits entwickelt habe, auf andere Portraits übertragen
  • eigene Fotos & Fotobücher bestellen und eine Fotowand in der Wohnung haben
  • in Fotobücher und Bildbände investieren
  • keine bis minimale Retusche
  • regelmäßige Tutorials schreiben
  • noch weniger Fotografen folgen, diesen jedoch mehr Rückmeldung geben

So.
Das war jetzt mehr als genug.

In einem Jahr werde ich wieder auf diesen Post blicken und schauen, was sich getan hat. Was ich umsetzen konnte und wie sich meine Ansichten geändert haben. Ich werde auf das Jahr 2016 blicken und vielleicht neue Vorsätze haben.
Wir sehen uns in 2015, ich wünsche euch eine gute Reise

  1. Das mit den Reichweiten, Followern etc. kann ich bestätigen, oft verliert man sich im Betrachten anderer, statt selbst die Kamera in die Hand zu nehmen – so gehts mir zumindest und ein Vorsatz für 2015 ist es, dieses Verhältnis deutlich zu verbessern!
    Tutorials und Fotowand sind darüber hinaus sehr lobenswerte Ziele, ich wünsche Dir, dass Du Sie erreichst!

    Ingo

  2. Erstmal frohes Neues!
    Ich finds gut was du dir fürs neue Jahr vorgenommen hast, grade auf mehr Portraits freue ich mich, da ich deine einfach super finde.
    Bei vielen anderen Sachen geht es mir ähnlich, grade bei Gear, Facebook usw… am Ende stresst es einen doch mehr als es wirklich bringt. Manchmal ist etwas weniger dann doch viel mehr.
    Ich freue mich auf jeden Fall auf das neue Jahr und bin schon auf deine nächsten Posts und Projekte gespannt

    LG
    Peter

  3. Pingback: #490: Sonntaglinks | Gedanken-Notizblog

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